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Krankheitsbilder

» Interstitielle Cystitis
» Schmerzhaftes Blasensyndrom
» Strahlencystitis

Interstitielle Cystitis

Symptome

Das Krankheitsbild einer Interstitiellen Cystitis (IC) ist nach wie vor nicht vollständig geklärt. Noch immer gibt sie der Medizin Rätsel auf. Für den Patienten bedeutet diese Erkrankung eine unangenehme, er­schwerte und schmerzhafte Blasenentleerung (Dysurie und Algurie), wobei häufig nur kleine Mengen ausgeschieden werden (Pollakisurie), verbunden mit häufigem nächtlichen Harndrang (Nykturie) und Unterbauch­schmerzen.

Kennzeichnend für die Komplexität der Erkrankung, die mitunter erst im Endstadium der Schrumpfblase diagnostiziert wird, ist der Ausspruch eines Arztes:
Ich lernte alles, was ich über die Interstitielle Cystitis weiß, von Patienten und nicht aus Büchern.

Ursachen

Normalerweise ist die Blase mit einer schützenden Zellschicht ausgekleidet, die sie vor aggressiven Substanzen im Urin schützt. Bei der Interstitiellen Cystitis ist der Aufbau der Blasen­schleimhaut, insbesondere der die Blase auskleidenden Glykosamino­glykan-Schicht (GAG), gestört. Dadurch können toxische Bestandteile des Harns in das tiefere Gewebe eindringen, die eine Reizung von Nervenendigungen und entzündlichen Veränderungen verursachen.

Für den Patienten äußert sich das als ein Krampfen der Blase und einem damit einhergehendem schmerzhaftem Hardrang. Die reizenden Stoffe im Harn treffen auf die offen liegenden Blasenwand­nerven und verursachen dadurch reflexartig ein ständiges Zusammenziehen der Blasenwandmuskulatur (circulus vitiosus dolorosus, Livingston). Nun kommt die Blasen­muskulatur nicht mehr zur Ruhe. Als Folge des ständigen Zusammen­ziehens der Blase schmerzt der Muskel und schrumpft das Blasenvolumen. Der Patient verspürt immer häufiger einen Harndrang. Er muss bis zu 60-mal am Tag auf die Toilette, kann aber nur geringe Harn­mengen unter starken Schmerzen produzieren, da zum Wasser­lassen ein Loslassen der beteiligten Muskulatur notwendig ist. Dies ist dem IC-Patienten oft nicht mehr möglich und das Urinieren nur unter Pressen und Schmerzen möglich.
Die Behandlung ist eine schwierige Herausforderung für den Urologen.

cyst-u-ron bewirkt in erster Linie eine Wiederherstellung der GAG-Schicht, beseitigt damit die Ursachen für den Schmerz und unterbricht den Circulus vitiosus.

Schmerzhaftes Blasensyndrom

Heute wird die Interstitielle Cystitis häufig im Zusammenhang mit dem schmerzhaften Blasensyndrom [1] gesehen. Es konnte in einigen Studien aufgezeigt werden, dass diesem komplexen Krankheitsbild eine weit höhere Bedeutung als bisher angenommen zukommen könnte.

Die europäische Gesellschaft für das Studium der IC/BPS [2] definiert das schmerzhafte Blasensyndrom auf der Basis eines chronischen pelvinen Schmerzes, Druckgefühls oder Unbehagens, welches als blasenbezogen empfunden und von einem weiteren Syndrom wie anhaltendem Harndrang oder einer erhöhten Miktionsfrequenz begleitet wird.

Strahlencystitis

Durch Krebsbehandlungen mit Chemotherapie oder Bestrahlung kann es  auch zu einer Blasenentzündung kommen.
Die Chemotherapie als auch die Bestrahlung zerstören die sich schnell teilenden Schleimhautzellen der Blase.
Die natürliche Folge ist ein Entzündungsvorgang. Das Immunsystem des Körpers versucht den Schaden zu reparieren - es kommt zu einer Entzündungsreaktion.

Hämaturie, Dysurie, Pollakisurie, Nykturie, wiederholte Harnwegsinfekte, einhergehend mit Harnblasenfisteln (Inkontinenz, Pneumaturie, Infekte) sind die Symptome.

1 European Society for the Study of IC/BPS (ESSIC), Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPfG) Nr. 016/001
2 European Society for the Study of IC/BPS (ESSIC), BPS = Bladder Pain Syndrome



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